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Kuomboka: Zambias größte Zeremonie

In Zambias Westprovinz, zwischen Lealui und Limulunga in der Nähe von Mongu, findet alljährlich zum Ende der Regenzeit eine altüberlieferte Prozession statt, die zu den bemerkenswertesten Zeremonien Afrikas zählt: die Kuomboka (wörtlich: aus dem Wasser auf trockenen Boden gelangen). Dabei handelt es sich um den königlichen Umzug des Litunga (oberster König der Lozi) aus dem überfluteten Barotsetiefland, wo sein Wohnsitz Lealui wie eine Insel im Flutgebiet liegt, in den am Hochufer gelegenen Palast in Limulunga. Der Umzug - er wird seit dem 18. Jh. praktiziert - geht auf königlichen Barken von statten. Die strengen Riten rund um das größte Spektakel der Lozi, ja aller Zambier, haben sich bis heute erhalten.

Der traditionelle Ablauf in Kurzform:
Nach schweren Regenfällen, wenn das Wasser steigt, geben die uralten, riesigen Stammestrommeln (Durchmesser je ca. 1 Meter) meist kurz vor Vollmond das Zeichen zum Aufbruch. Alles Hab und Gut wird in Kanus gepackt. Die Kanuflotte wird durch die königliche Barke, die “Natikwanda”, mit ihren 100 Paddlern angeführt. Diese Paddler sind in Tierhäute gekleidet, tragen rote Kopfbedeckungen und eine Löwenmähne. Ihr Boot ist ein riesiges, schwarzweiß gestreiftes Holzkanu, einst von einem deutschen Zimmermann gebaut. Die alten Trommeln sind auch mit an Bord. Auf dem Schiff weht die Litunga-Flagge in Rot mit einer Elefantensilhouette.

Die Flotte zieht nun vom Tieflandpalast Lealui in die hochgelegene Residenz in Limulunga. Hinter der Königsbarke fährt die etwas kleinere Barke der Königin. Dahinter folgen die Diener. Die Kanus sind rund sieben Stunden auf dem schmalen Flusskanal unterwegs, bis der neue Standort erreicht ist. Dort wird der König durch tanzende und singende Frauen empfangen. Er wechselt seine traditionelle Kleidung in eine eigens in London maßgeschneiderte Uniform eines britischen Admirals. Es ist eine Kopie der Uniform, die König Lewanika von Edward VII. 1902 erhalten hatte (stirbt ein Litunga, wird seine Uniform mit beerdigt und eine neue angefertigt). Nächtelang wird nun mit Gesang und traditionellen Tänzen gefeiert. Für die Lozi ist die Kuomboka die wichtigste Zusammenkunft des Jahres. Die farbenprächtige Zeremonie gilt jedoch weit über die Landesgrenzen hinaus als kulturelles Ereignis ohne Gleichen. Fernsehteams und Regierungsmitglieder reisen dazu bis in die abgelegene Region. Besucher aller Hautfarben und Nationen sind dabei willkommen. Das Hauptproblem für Touristen, dieser Zeremonie beizuwohnen, stellt die erst sehr späte Terminentscheidung dar, die von den traditionellen Beratern des Lozi festgelegt wird. Meist erfährt man erst ein bis zwei Wochen vor der Prozession davon.
2.4.06 11:11


3 Tage quer druch Sambia

Nächsten donnerstog gemma unsern ersten kloanen "urlaub" un.
jo eigentlich temma jo orbeiten oba es werd sich auf filmen und fotografiern beschränken.

Es geht noch Mongu zum Kuomboka ... wos des genau isch steht unter dem Blog (ausführlicher berich).

Entfernt isch des gonze 1200 km. Also 3 toge im zelt und quer durch Sambia.
Taug ma natürlich volle!!!

An Bericht und Photos von meiner seite gibs oft danoch.

 Little Preview:

Kuomboka2.jpg

2.4.06 11:26


Kuomboka 2006

So bin wieder retour in meiner Heimatstodt Ndola.

hot decht länger gedauert weil ma wiederamol probleme mit unsere visa gehob homm.

Auf olle fälle is hetz so viel passiert dass i goar nit genau wisset wo i unfongen soll zu dazählen außerdem wie man bei mein letzten oder vörletzten blog sig bine in letzter zeit ziemlich schreibfaul.

 Kollege sei donk .... der hot nämlich a  an blog und er hot mehr als ausführlich bericht erstottet.

Also viel spaß beim lesen!

WEB Blog Didi Hatzenbichler:

06.04.2006 - 09.04.2006
Für diejenigen unter uns, die mit sambischen Traditionen nicht allzu sehr vertraut sind:
Kuomboka heißt wörtlich übersetzt, "aus dem Wasser kommen". Einmal im Jahr, nach der Regenzeit tritt der nördliche Zambezi über die Ufer und überschwemmt eine riessige Ebene. Der Koenig des BRE (Barozi Royal Establishments), auch Litunga genannt, verlaesst dann seinen Palast und zieht in ein höher gelegenes Anwesen. Sein Volk folgt ihm.
Für nähere Infos: http://www.barotseland.com/kuomboka1.htm

Heuer sollten wir von Mission Press aus mit Kameras und Fotoapparaten dabei sein um eine Dokumentation ueber dieses Spektakel zu machen.
Alles begann also am 6ten April 2006, wir packten unsere Ausrüstung, Videokameras, Fotoapparate und was man halt sonst so braucht und machten uns auf eine 1000km lange Fahrt, über endlos scheinende Strassen, quer durch den Kafue National Park.
Tag1:
Zwischenstopp auf einer Tankstelle. Wie es in Sambia immer der Fall ist wir man von Leuten bedrängt, die einem irgend ein Zeug andrehen wollen. Dieses mal Audio Kasetten. Lesen konnten die Jungs anscheinend nicht, den auf unserem Bus stand groß Mission Press und da wir auch Musikkasetten, von der Aufnahme bis zum design machen, fanden wir schnell heraus, dass es sich um Raupkopien unserer eigenen Kasetten handelte. So schnell hab ich selten Leute rennen sehen. :P
Der Tripp geht weiter uns wir kommen in die Hauptstadt, Lusaka. Bevor wir weiter reisen sollten stand wieder mal eine Tortur an. Wir mussten ins Immigration Office, das wohl schon unsere 2te Heimat ist. 7Monate warten wir nun schon auf unsere Visa, die normal 6Tage dauern, gezahlt haben wir schon Zwei mal, einmal ist das Geld im Amt verschwunden....Bürokratie gibts halt auch , oder gerade erst in den Ärmeren Ländern. Lange Rede kurzer Sinn. Einer von uns erhielt endlich das lang ersehnte Permit, meine Akte(Computer gibts nicht, ich existiere in Form einer grünen Papiermappe mit der Aufschrift H39, die inzwischen schon stark zugenommen hat) ging mal wieder verloren und auch Alex(trotz vorhandener Akt) wurde auf nächste Woche vertröstet.
Somit war klar, unsere Tour würde nicht, wie die der anderen am Sonntag enden, wir müssen nach der Rückkehr länger in Lusaka verweilen.
Vor der Weiterfahrt ging es noch zum tanken(die nächsten 500km gibts sicher keine Tanke mehr) und zum einkaufen(Ausnahmsweise mal nicht yum SPAR, den einen haben wir hier in Lusaka).
Kleinigkeiten wie Tomaten und Zwiebel gibts überall endlang der Strasse zu kaufen..Die Leute verkauzfen das wenige das sie haben um yu etwas Geld zu kommen...
Um aber nicht allzu sehr ins Detail zu gehen, wir durchfuhren den Kafue National Park, aber bis auf einige Affen, Impalas und unmengen an Vögeln gabts nicht viel zu sehen.
Weitere km folgen und irgendwann erreichten wir ausgelaugt aber guter Laune die "Stadt" Mongu. Wir hatten das Glück in einer Diazöse unter zu kommen und dort campieren zu dürfen(Polizeischutz) den auf freiem Land wäre dies zu gefährlich.
Unsere Frauen kochten und wuschen ab, wie das so in Afrika üblich ist und irgendwann gingen wir dann zu Bett. Ein Schlafsack unter freiem Himmel, herrlich. Um nicht den Eindruck zu erwecken, die afrikanische Frau sein nicht Emanzipiert genug. Sie hat zu entscheiden, ob es ihrem Mann erlaubt ist am Abend noch wegzugehen, und sie ist es die ich oft anbetteln muss, damit sie ihrem Mann erlaubt mit mir auf ein zwei MOSI (so heisst das Bier hier) zu gehen.

Tag2:
Ich sehe ich hole zu sehr aus, darum werde ich mich kury fassen, genauere Details, wenn ich wieder dazheim bin.
Wir besuchten den Hafen, an dem der Litunga anlegen wird, angenehm, wir treffen heute nur 10 Leute oder so da morgen sollten es 10000 werden.
Wir fahren auch noch nach Mongu in die Kirche, wo wir einen sehr interessanten kanadischen Priester, dessen Vater Holzfäller war treffen, der sich seit Jahren der Aufklärung der afriknaischen Bevölkerung in Sachen Witches widmet. Erklärungen würden zu lange dauern, Fakt ist, dass wenn hier jemand krank wird irgend eine andere Person schuld ist und es arbeit des Witchfinders ist denjenigen zu finden und zu bestrafen. Schlimme Dinge werden somit praktiziert und es sollte mehrere solche Priester geben die sich dem Thema widmen und Aufklärungsarbeit leisten.
Wir besuchen auch noch den Hafen in Mongu, und verhandeln um fuer die morgige Zeremonie ein Boot zu erhalten, da wir nicht wie die anderen nur dem Ende sondern der ganzen Zeremonie beiwohnen wollen.
Es folgt eine unbeschreibliche Fahrt durch die ueberschwemmten Ebenen, mit dem Manko, das das falsche Öl genommen wurde und wir somit erst mitten in der Nacht heimkamen. Mit etwas Pech, wäre der Motor ganz stehen geblieben, und eine Nacht in diesen Sümpfen mit all den Moskitos hätten vl. nicht alle überlebt. So wenig emotionslos das jetzt vl. auch klingt. Trotzdem, ein naturschauspiel, das man sonst nur aus Universumfolgen kennt.

Um die Gefühle ungefähr erahnen zu können, die einem beschleichen, muss man wissen, dass mitten in den überschwemmten Gebieten auf sehr kleinen Inseln Leute in kleinen Strohhütten wohnen, ohne Strom, sauberes Trinkwasser, Toiletten oder Nahrung von Außen. Sie fangen Fisch und haben einen sehr sehr kleinen Garten. Trotzdem erscheinen sie weitaus glücklicher als die Leute dennen man in den Städten so begegnet.

Tag3:
Der Tag der Zeremnonie ist da. Wir stehen früh auf, da wir uns um 6 Uhr mit unseren Bootsmännern am Hafen treffen sollten. Hier kam der kleine Stein ins Rollen, der mal wieder das Schicksal ändern kann. Am Hafen bekamen wir von einem augenscheinlich betrunken Mann ein anderes Angebot, 100 000 Kwatcha billiger als das derer mit dennen wir am Vortag ausgemacht hatten. Trotzdem (hauptsächlich auf Grund der Alkoholisierung ) blieben wir bei dem ursprünglichen Boot. Am Tag darauf sollten wir erfahren, das eben jender alkohlolisierte mit einem zambischen und kongolesichen Kameratem unterwegs war. Das Boot kennterte, das gesammte Equitment wurde zerstört, 6 Leute vermisst, nur 5 konnten lebend geborgen werden.
Damals wussten wir jedoch noch nichts davon und setzten unseren Tripp fort.
Meine Aufgabe war es während der gesammten Zeremonie zu fotografieren und anfangs, war dies alles Neuland. Sich einfach mit der Kamera durch Zuschauer zu drängen, innerhalb des abgesperrten Bereiches zu operieren und einfach vor die Sprecher und VIPs hinzutretten um Fotos zu machen ohne sofort vom Militär verhaftet zu werden. Hier traffen wir auch zum ersten mal mit dem Kameratem von BBC zusammen, die ausser uns die einzigen Musungus (weisse werden von der Bevölkerung so genannt) waren. Die Zeremonie begann, der König bestieg das Boot und wir folgten in einem sehr sehr kleinen Bananenboot(ist ein ausgehölter Baum in Schiffsform geschnitten), das von einem Paddler angetrieben wurde. Falsche Entscheidung wie sich spätestens nach dem 2ten volllaufen des Bootes und somit des kennterns herausstellt. Zwei mal konnten wir im letzten Moment abspringen und uns auf ein anderes Boot retten um somit die Ausrüstung und uns zu retten. Einmal war das Boot das uns aufnahm gerade jenes, das der französische Bootschafter und seine Frau unterhielt.
Was mir an dieser Stelle sehr geschmeichelt hat war, dass sie mich gefragt hat für welche Agentur ich arbeite, da sie mich ja schon zuvor mit meiner Kamera unter den Journalisten gesehen hat.
Um aber noch mal auf die Fahrt in den kleinen Bananabooten zurück zukommen. Durchs Schilf zu fahren ist aus dem Grund nicht komisch, da man wenn man sitzt sicherlich an die 1000 kleine Tiere überall am Gewand hat, einige davon Schluckt und sollte man sich schneizen, ist das Taschentuch damit voll. Zu stehen, dazu fehlt auf den kleinen schaukeligen Booten die Balance. Dazu kommt noch, dass man versucht möglichst nah an die Barke des Königs zu kommen, der guten Bilder willen, und naja das versuchen halt alle. Das Gedränge war der Grund für unseren ersten Untergang.
Um die Story abzuschließen, wir machten weiter, wechselten zu unserem ersten Boot, das übrigens das einzige mit Ausenboardmotor war. Normalerweise ist es ja nicht erlaubt diesen zu benutzen und auf Grund des Wasserstandes, der an den meisten Stellen nicht mehr als 1nen Meter hat auch nicht möglich. Trotzdem haben sich unsere Bootsmänner die Freiheit herausgenommen diesen, auf Grund von Erschöpfung auf einer geeigneten Stelle anzuwerfen. Als einziges Boot übrigens. Man kann es ihnen jedoch nicht verübeln, denn ich war schon nach 15min. auf dem Boot des Botschafters paddeln schwer zerstört, die Leute hier jedoch müssen 6 Stunden durchhalten.
Irgendwann kamen wir in Limulunga an. Die Sonne ging bereits unter und um noch einige gute Fotos von der Ankuft des Königs im Hafen zu erhalten, stieg ich von Board und überholte die Boote am Landweg.
Hier hatte ich auch wieder großes Glück. Mir gelang es unverschämterweise nicht den normalen, der Presse
zugewiesenen Platz zu besetzen, ich schlich mich zu den Organisatoren ein, und saß somit nur 1nen Meter hinter dem Sprecher. Als der König dann in seine Britische Paradeuniform geschlüpft ist und sich nach dem Landen des Bootes zu Fuß die kurze Streck zum Palast aufmachte, kam ich ihm bis auf einem Meter nahe. Warum ich das erzähle, einfach weil der neidiche Blick des BBC-Teams genial war.
Danach ging es nur noch heim, wir waren alle müde und hatten wieder unmengen an Kilometer vor uns.

Tag4:
Die Zeremonie war zu Ende, wir machten uns früh am Morgen auf um die Heimfahrt anzutreten.
Der National Park musste nun in der anderen Richtung durchfahren werden, allerdings kann ich auch diesesmal nicht wirklich berichten was wir so gesehen haben, denn der Schlaf hat mich übermannt. Um das Informationsleck jedoch zu stopfen, eine kleine Anekdote, die sich schon auf der Hinfahrt ereignet hat. Der Park-Ranger, ein augenscheinlich geselliger Mann gab uns an vor dem befahren des Parkes noch den folgenden Hinweis, ich darf zitieren:"Kafue National Park is much bigger than some of the countries in Europe, for example Austria". Er konnte ja nicht wissen, dass sich auch Österreicher im Bus befanden.
Trotzdem wurde geklatscht, den schon der Umstand, dass er Österreich kennt und nicht mit Australien verwechselt lässt ihn klug erscheinen. Warum ich das so einfach sage? 80% der Gespräche mit anderen Leuten fangen in Sambia so an:

Zambian:"And where are you from?"
Ich:"Austria."
Zambian:"OOO, Australia."
Ich:"No, Austria."
Zambian:"OOO, Austria." <Thinking: "What is that ?">

So kamen wir wieder nach Lusaka, ich und ALex blieben im Kloster dort um uns am nächsten Tag mal wieder ins Immigration Office zu begeben...

Tag5:
Aufstehen, duschen und frühstücken im Kloster...dann Immigration Office. Durch ein Wunder erhielt Alex endlich sein Visa, meine Akte war jedoch noch nicht aufgetaucht, erst nach einem spaziergang durch 9 Büros wurde sie gefunden.
Die ernüchterung kam aber erst dann. Nach sieben Monaten wurde sie noch nicht einmal bearbeitet. Das heisst nächste Woche wieder 400km Fahren...
Das Ende der Reise war nahe und wir setzten uns in einen der großen Linienbusse, die zwischen Lusaka und Ndola verkehren. Alex bekamm einen netten Platz in der letzten Reihe. Diese bestand aus 5 Sitzplätzen. Platz hatten aber anscheinend 6 Erwachsene und 5 Kinder. Ich hatte einen angenehmen Platz, wenn man davon absieht, das die anfangs sehr nett erscheinende Dame anfing mir von Zauber zu berichten und das Afrika viel friedlicher ist als Europa, da man, wenn man in Europa mit dem Nachbar streitet einfach eine Waffe nimmt und ihn erschiesst. In Afrika jedoch bedient man sich schwarzer Magie um Rache zu nehmen. Vielleicht versteht ihr jetzt meine Aussage, das wir mehr Priester brauchen, die diesem Hokus Pokus entgegen arbeiten.

Um ca. 17:00 errewichten wir endlich wieder Ndola und die sicheren abgeschiedenen Mauern des Klosters.

Hier sollten wir erst mal entspannen, den schon nächste Woche fahren wir vl. mit "Ba Chengelo", einer der berühmtesten Bands hier in der Gegend zu einem Konzert nach Solwezi....

 

 

11.4.06 17:04





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